Diagnose und Therapie

Allgemeine Laboruntersuchungen

Folgende Untersuchungen werden üblicherweise durchgeführt:

Großes Blutbild
Häufig wird bei hypothyreoten Hunden eine Anämie festgestellt.

Chemische Blutparameter
Hypothyreote Hunde haben einen reduzierten Fettstoffwechsel und häufig einen erhöhten Cholesterinwert (Hypercholesterinämie) sowie erhöhte Fettwerte (Hyperlipidämie).

Urinanalyse
Dieser Test schließt andere Erkrankungen aus, die zusätzlich zu oder anstelle einer Hypothyreose auftreten. Die Urinanalyse ist in der Regel unauffällig bei hypothyreoten Hunden.

Schilddrüsenspezifische Laboruntersuchungen

Es gibt zahlreiche unterschiedliche Tests, um die Schilddrüsenfunktion zu beurteilen.

Gesamt-Thyroxin (tT4)
Dies ist in der Regel die erste schilddrüsenspezifische Untersuchung. Fällt dieser Wert in den Normalbereich, wird Ihr Tierarzt Ihren Hund auf andere Krankheiten hin untersuchen. Die meisten Hunde mit einer Hypothyreose haben niedrige  Gesamt-T4-Werte im Vergleich zu gesunden Hunden. Hunde mit anderen Erkrankungen können jedoch auch einen erniedrigten Gesamt-T4-Wert haben.

Weitere zusätzliche Untersuchungen
Die Durchführung weiterer Tests ist notwendig, um feststellen zu können, ob Ihr Hund an einer Hypothyreose leidet. Hierzu gehört z.B. die Messung des Thyreoidea-stimulierenden Hormons (TSH), das bei Thyroxin-Mangel kompensatorisch ansteigt. Insbesondere die Bestimmung von
Autoantikörpern gegen Thyreoglobulin ist wichtig bei Zuchthunden, da eine lymphozytäre Thyreoiditis, die zu einer Hypothyreose führt, erblich sein kann.

Ein Hund mit einer primären Hypothyreose hat üblicherweise niedrige Gesamt-T4-Werte und eine erhöhte TSH-Konzentration.

Wie wird die Hypothyreose behandelt?

Die Therapie erfolgt durch den Ersatz der fehlenden Hormone durch synthetische Schilddrüsenhormone. Die Behandlung ist einfach, muss jedoch lebenslang erfolgen.

Die Therapie erfolgt einmal täglich mit einer Lösung oder auch mit Tabletten, die in der Regel zweimal täglich verabreicht werden. Die Behandlung wird über die Eingabe ins Maul oder über das Futter durchgeführt. Wichtig ist, dass das Medikament stets zur selben Zeit und immer im gleichen Abstand zur Fütterung verabreicht wird.

Erfolgt die Therapie einmal täglich mittels Lösung kann diese entweder morgens oder abends durchgeführt werden. Da Kontrolluntersuchungen durch T4-Wert-Bestimmung notwendig sind und hierzu eine Blutprobe idealerweise 4-6 Stunden nach der Verabreichung der synthetischen Schilddrüsenhormone erfolgt, ist die morgendliche Therapie für die Blutprobenentnahme in der Tierarztpraxis praktikabler.

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Wie wird eine Hypothyreose festgestellt?

Die klinischen Symptome sind hinweisend auf eine Hypothyreose. Jedoch werden Laboruntersuchungen benötigt, um die Diagnose bestätigen zu können. Dies sind:

  • Allgemeine Laboruntersuchungen
  • Schilddrüsenspezifische Laboruntersuchungen

Tests zur Prüfung der Schilddrüsenfunktion

  • Gesamt-Thyroxin
  • Thyreoidea-stimulierendes Hormon (TSH)
  • Autoantikörper gegen Thyreoglobulin

Die Hypothyreose des Hundes ist nicht heilbar, jedoch ist die Behandlung einfach.